Systolisch und diastolisch

Was der Blutdruck eigentlich beschreibt.

Der Blutdruck beschreibt den Druck in den Blutgefäßen. Der systolische Wert entsteht, wenn das Herz Blut in den Körper pumpt; der diastolische Wert beschreibt die Phase zwischen zwei Herzschlägen.

Beide Werte gehören zusammen. Ein hoher oberer oder unterer Wert kann auffällig sein — die Bewertung sollte jedoch nicht aus einer einzelnen Messung abgeleitet werden.

  • 01Systolisch: oberer Wert, häufig stärker belastungsabhängig.
  • 02Diastolisch: unterer Wert, wichtig für die Gesamtbeurteilung.
  • 03Puls: wird oft mit angezeigt, ersetzt aber keine Blutdruckeinordnung.
Hände neben einem digitalen Blutdruckmessgerät auf einem hellen Tisch
Ein Messgerät zeigt Zahlen an — die medizinische Aussage entsteht erst durch wiederholte Messung und Einordnung.
Orientierung

Blutdruckwerte vorsichtig einordnen.

Die folgende Übersicht ist eine vereinfachte Orientierung für Erwachsene. Grenzwerte können je nach Messart, Alter, Begleiterkrankungen und Leitlinie unterschiedlich bewertet werden.

unter 120 / 80 mmHg Wird häufig als günstiger Bereich beschrieben, sofern keine individuellen Besonderheiten bestehen.
120–129 / unter 80 mmHg Kann je nach Quelle als normal oder hochnormal eingeordnet werden.
130–139 / 80–89 mmHg Kann auf erhöhten Blutdruck hinweisen und sollte im Verlauf beobachtet werden.
ab 140 / 90 mmHg Wiederholt gemessen kann dies zu einer Hypertonie passen. Eine Diagnose gehört in ärztliche Hände.
sehr hohe Werte Bei starken Beschwerden, Brustschmerz, Luftnot oder neurologischen Ausfällen bitte 112 wählen.

Ein einzelnes Messergebnis — besonders unter Stress, nach Kaffee, Bewegung oder mit unpassender Manschette — begründet keine sichere Diagnose.

Blutdruckmanschette, Notizbuch und Wasserglas auf einem hellen Schreibtisch
Notizen können helfen, Muster zu erkennen. Medizinische Entscheidungen sollten daraus nicht allein abgeleitet werden.
Begriffe und Schwankungen

Hypertonie, erhöhter Blutdruck, hoher Blutdruck.

Diese Begriffe werden im Alltag oft ähnlich verwendet. Medizinisch ist entscheidend, ob erhöhte Werte wiederholt, korrekt gemessen und im persönlichen Risiko­profil beurteilt wurden.

Blutdruck schwankt im Tagesverlauf. Körperliche Aktivität, Schlaf, Schmerzen, Stress, Medikamente, Alkohol, Nikotin und die Messposition können Werte verändern.

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  • StandRedaktionelle Durchsicht: 22.05.2026.
  • QuellenOrientiert an gesund.bund.de, Nationaler VersorgungsLeitlinie Hypertonie und Patienteninformationen der Deutschen Hochdruckliga.